Donnerstag, 4. Dezember 2008

Santa Cruz de la Sierra

Nachdem ich eine ruhig Nacht in Corumbá, dem verschlafenen Grenznest an der bolivianischen Grenze verbracht habe, bin ich abgedampft. Bin Mototaxi zur Grenze gefahren. hehe sehr lustig, vor allem mit meinem Gepäck.
Grenzueberschreitung war kein Problem. Ging zügig und entspannt. Habe sogar einige Backpacker getroffen, die waren aber in die andere Richtung unterwegs.
Danach habe ich mir ein Zugticket besorgt und bin los getuckert.

Nach 20 Stunden Todeszugfahrt bin ich gerade in Santa Cruz angekommen. Da es noch etwas früh ist, um bei meiner Couchsurfinggelegenheit aufzutauchen, habe ich mal wieder einen kleinen Abstecher ins Internet gemacht. Da will ich es nicht verpassen kurz zu schreiben.


Also der Todeszug ist gar nicht mehr so tödlich, wie er wohl mal war. Inzwischen herschen recht gesittete Verhältnisse und gestorben ist auch keiner. Klar ist der Zug nicht das neueste auf dem Markt und sauber ist auch was anderes, aber insgesamt kann man ganz ordentlich reisen. Und dank dem netten Schalterbeamten, der mir aus irgendeinem Grund verwehrt hat, die billigste Ticketklasse zu kaufen, bin ich noch im luxurioeserem Abteil gefahren. Ich glaube der Grund war Europatouristenfresse - der kann zahlen. Musste ich jetzt schon ein paar mal erleiden, obwohl ich mich kräftig zu wehren versucht habe. Mit der Sprache habe die mir doch so einiges voraus. MIST - muss ich wohl wirklich mal Spanisch lernen.

el tren de la muerta




Die Fahrt war also anstrengend, aber dafür auch wunderschön. Stundenlanges durch die Landschaftbummeln und an jeder Ministation anhalten - oder auch mal ohne Station. Sind immer wieder Leute ein und ausgestiegen. Und jeder halt wurde von fleissigen Bolivianerinnen genutzt alles Mögliche ess- und trinkbare an den Mann zu bringen.

Ich habe mich vorläufig etwas zurück gehalten, weil ich meine Verdaung mal nicht gleich überfordern will... :-)


So, werde heute dann für wohl nur eine Nacht in Santa Cruz mittels Couchsurfing übernachten und morgen gegen Abend weiter nach Sucre, etwas im Süden.


So, bin raus. Ich schreibe wieder, sobald sich die Gelegenheit ergibt.


Alles Liebe
euer Roman

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